bodymatrix

bodymatrix hilft hinter die eigenen unbewusst ablaufenden Muster und Angewohnheiten zu blicken, ihre Entstehungsgeschichten zu entschlüsseln und sie damit in den Körperfluss zu integrieren.

Inhalt der bodymatrix-Arbeit: Ausgehend von den Grundbewegungsmustern des Menschen, die von Geburt an in jedem wirken und aus denen alle Bewegungsformen entstanden sind, werden die eigenen Muster erforscht und auf ihre Funktionalität überprüft (in Einzel- oder Gruppenarbeit).

Welche Körperteile sind beweglich? Welche blockieren den Körperfluss? Welche fühlen sich anders an und scheinen fremd zu sein? Wo sind "typische", immer wiederkehrende Schmerzen? Warum bin ich energielos (z.B. Burn-Out)?

bodymatrix...die Alternative zu bisheriger Körperarbeit/-Therapie…ein neuer Weg zur Selbstfindung.



Die 4 Phasen der Bodymatrix-Arbeit (BMA):

1.) Das Verstehen der eigenen Anatomie/Physiologie und das Erkennen der vorherrschenden Dynamik in Beruf, Familie und Alltag

a.)Genaue Kenntnisse von Anatomie und Physiologie sind die wichtigsten Grundlagen in dieser Form der Körperarbeit. Vor allem aber wird auf das Verstehen der im Körper vorhanden Dynamiken wertgelegt. Z.B. Was bedeutet eigentlich chemisch/physiologisch „Schmerz“? Wie funktioniert die Weiterleitung eines Schmerzes im Zentralnervensystem? Wie ist das Zusammenspiel von Sympathikus und Parasympathikus? Wie leitet die Wirbelsäule Druck weiter (LoF)?...

b.)Nach der Eruierung der anatomischen und physiologischen Situation des Klienten wird dessen aktuelle Dynamik in seinem Berufs- und Privatleben erkundet. Dazu dienen diverse Aufstellungsformen, die entweder mit Hilfe anderer Personen (Arbeit in einer Kleingruppe) oder Gegenständen (Sitzkissen, Pölster…) durchgeführt werden. Dabei soll der Klient einen „plastischen“ Überblick seiner täglichen Dynamik erhalten. Z.B. Welchen Platz nimmt er in seiner Familie ein? Welche Dynamik empfängt ihn täglich am Arbeitsplatz? Wie wirkt diese Dynamik auf den Körper? Was sind dabei immer wiederkehrende Gedankenströme? Welche Muster wiederholen sich? etc.

Mit Hilfe des Bodmatrix Guids (BMG) wird somit eine für den Klienten wahrnehmbare und verständnisvolle Ist-Situation seiner im täglichen Leben vorhandenen Dynamiken geschaffen. Dies geschieht im Gespräch und Austausch mit dem BMG.


2.) Das Erkennen des nächsten Schrittes

Im 2. Teil BMA geht es um das Erkennen der vorhanden Dynamiken im Körper. Die Frage, die sich hier stellt, ist: Welche Dynamik (Schritt) möchte als erstes „Raum“ und „Aufmerksamkeit“ haben? Z.B. Möchte ein Körper fallen oder aufstehen? Flüchten oder sich annähern? Sich schützen oder befreien. Ruckartige oder sanfte Bewegungen durchführen?
In diesem Teil der Arbeit unterstützt der Bodymatrix-Guide (BMG) den Klienten beim Herausfinden seines nächsten Schrittes und begleitet den darauffolgenden Prozess.


3.) Der Prozess

Nachdem der erste Schritt initiiert wurde, entsteht eine Abfolge von sich einander auslösenden Dynamiken, dem sogenannten Prozess. Dieser kann sprachlich (man beginnt ohne nachzudenken zu erzählen) oder körperlich (Bewegungen) ablaufen. Sehr oft ist es ein Mix aus beiden Komponenten. In diesem Prozess werden die vorhandenen Dynamiken eines Körpers „abgearbeitet“ bis letztendlich eine Entspannung eintritt oder ein klares „Stopp“ des Klienten das Ende bestimmt. Dauer: 1-3 Std.


4.) Die Transformation in den Alltag

Ist der Prozeß zu einem Ende gelangt, beginnt die Aufarbeitung und Analyse der vom Klienten „bearbeiteten“ Dynamiken und Handlungen. Im Austausch und mit Hilfe der Rückmeldungen des BMG wird das Erlebte besprochen und eingeordnet. Dabei werden die Lösungsvarianten, die sich im Prozeß (Phase 3) gezeigt haben, aufgearbeitet und mit Hilfe des BMG in den Alltag transformiert. Diese Transformation kann sich auch auf mehrere Einheiten und über einen längeren Zeitraum aufteilen. In diesen Nachbearbeitungsmodulen werden hauptsächlich die neu entstandenen und sich verändernden Dynamiken besprochen und ebenfalls mit Hilfe von Aufstellungsvarianten (siehe Phase 1) ein plastisches Bild geformt, das dem Klienten hilft, seine neue Position und die sich dadurch verändernden Dynamiken seines täglichen Umfeldes klarer wahrzunehmen.


Wo und wann kann Bodymatrix angewandt werden?

a) Bei Schmerzen im Bewegungsapparat (Muskeln, Sehnen, Bänder, Knochen) – siehe die Arbeit mit der Line of Force (LoF)
b) Bei Dysbalancen im Zentralnervensystem wie z. B. Angststörungen, Übermüdung und Energielosigkeit (Burn Out), Aggressionsausbrüchen – die zusätzlich mit Problemen in den Organen einhergehen können (Asthma, Magen- und Darmschmerzen, etc.)
c) In der Arbeit mit einer Gruppe: Welche Dynamik herrscht in einer bestimmten Gruppe von Menschen (Familie, Firma, Schule, Projektgruppen, etc.). Behindern sie sich gegenseitig? Besteht eine dauerhafte Unruhe, die sich durch Streitereien und interne Auseinandersetzungen zeigt?


Hintergründe und Entstehungsgeschichte von Bodymatrix
(von Jochen Bistricky):

Ausgangslage:
In meiner Zeit als Tänzer und Student der Sportwissenschaften wandelte ich ständig auf einem schmalen Grat. Ich überforderte mich permanent und ignorierte alle Hilferufe meines Körpers. Die Folge waren auftauchende chronische Krankheiten (chron. Gastritis, Asthma), die einen immer höheren Medikamentenkonsum forderten. Am Gipfel dieser Entwicklung hatte ich mehrere "Inhalationsgeräte" an verschiedenen Orten positioniert (Tanzstudio, Auto, Wohnung,...) und konnte die Verdauung einer Mahlzeit nur mehr mit Hilfe von Basenpulver erträglich gestalten.

Erste Erkenntnisse:
Ich erkannte, dass meine Leistungsfähigkeit permanent schwächer wurde und mein Körper mit Hilfe von weiteren Krankheiten (Grippe, Entzündungen, ...) immer mehr Ruhepausen erzwang. In dieser Phase begann ich genauer in mich hinein zu hören und eine innere Neugierde entstand, mich und meine Muster näher kennenlernen zu wollen. Einige Jahre probierte ich div. Therapieansätze (div. Atemtherapien, Qui Gong, köperbezogene Psychotherapien...) aus und begann dann schließlich Body Mind Centering zu studieren (Italien, Slowakei und Deutschland). In dieser Zeit lernte ich meine eigene "bewegte" Anatomie und Physiologie kennen und erkannte immer mehr die automatisch ablaufenden Muster, die meine Persönlichkeit formten.

Beginn von Bodymatrix:
Nach Jahren des "Selbststudiums" (letztendlich waren keine Medikamente mehr notwendig!) begann ich meine auftauchenden Ideen und Erkenntnisse an meine Tänzer weiter zu geben und mit ihnen zu arbeiten. Folgende Fragen nährten längere Jahre meine Neugierde(auch heute noch!):
Was funktioniert und warum? Was funktioniert nicht und warum nicht?
Und die Forschungsgruppe "Die Achtsamen" entstand, die Ideen und Erkenntnisse ausprobiert und mir hilft, die Arbeit dadurch ständig weiter zu entwickeln.

Bodymatrix Heute:
Heute ist diese Arbeit ein fixer Bestandteil der Tanz- und Körperausbildung in unseren Studios. Inzwischen sind auch "Nichttänzer" aufmerksam geworden und besuchen in Workshops oder Einzelsitzungen diese neue Form von Körperarbeit. Auf dieser Seite präsentiere ich zwecks näherem Verständnis einen kleinen Auszug davon, um vielleicht die Neugierde des einen oder anderen zu entfachen, genauer bei sich selbst hinzuschauen und Selbstverantwortung für das eigene Wohl zu übernehmen.







Wo liegen die Schwerpunkte in der Bodymatrix-Arbeit ?

1.) Bearbeiten und Optimieren der Line of Force (LoF - genaue Beschreibung siehe unten!), damit Bewegung durch den ganzen Körper übertragen werden kann. Eine geschmeidige, vernetzte und vor allem schmerzfreie und gesteigerte Bewegungsvielfalt ist das Ziel.

2.) Entladen und Regenerieren des Nervensystems (NRW).
Der Klient erfährt wie seine inneren Mechanismen und Muster funtionieren, wie die Reizleitung im ZNS funktioniert und erkennt das Zusammenspiel von Nervensystem und endokrinen Drüsen.
a.) Wo gilt es z. B. steckengebliebene Impulse zu entladen (siehe MMW - unten!) um wieder neue Reize aufnehmen zu können.
b.) Welche Bewegungen bzw. Körperpositionen fördern die Regeneration bzw. das Entladen eines überreizten Nervensystems (siehe NRW - unten).

3.) Rekrutierung anderer Körpersysteme für den Bewegungsfluss.
Organe, Hormonsystem (endokrines Drüsensystem), Skellett (incl. Bänder), Muskulatur, Blut (venös und arteriell), Lymphsystem...

4.) Emotion-Screening (ES):
Darunter versteht man das Kennenlernen der eigenen Emotionen und deren Auswirkung auf die Bewegungsqualität. Z.B. Wo im Körper ist die Angst spürbar? Wo behindert sie den Bewegungsfluss? Welcher chemische Prozess wird dadurch im Körper ausgelöst?
Das selbe gilt für Aggression, Trauer, Freude, Frustration...

...............................................

Begriffserklärung:


1.) Nerve Release Work (NRW):

Zuerst gilt es für den Klienten zu erkennen, in welchem allgemeinen Zustand sich sein Körper befindet.
Z. B. Bin ich übermüdet oder ausgebrannt? Wieviel Trauer, Aggression oder Angst "schlummert" unbemerkt im Körper und bindet somit grosse Teile der vorhandenen Energie? Wie oft gehe ich täglich "unbemerkt" über meine natürlichen Grenzen und schädige dadurch meinen Körper (vermehrtes Auftreten von Schmerzen)?...
Nach dieser Evaluierung (kann oft auch mehrere Tage oder Wochen dauern, bis der wahre Zustand des Körpers einem wirklich bewußt wird!) beginnt die eigentliche Nerve Release Work (NRW)-Arbeit.
Dabei lernt der Klient welche Bewegungen oder Körperpositionen der Entladung und Regenerierung des Nervensystems dienlich sind und welche vorhandenen Muster schädigen und die Energiespeicher permanent leeren. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass viele der Klienten den Kontakt zu ihren ursprünglichen Bedürfnissen (Bauchgefühl, innere Stimme,...) verloren haben und damit im Alltag sich immanent überfordern und die natürlichen Grenzen ihres Körpers ignorieren bzw. übersehen.

Die Arbeit mit Sympaticus und Parasympaticus:

Der sympatische Teil des Nervensystems ist für die Aktivierung zuständig (z.B. Erhöhung der Herzfrequenz etc.) während der parasympatische Teil die "Beruhigung" steuert.
(!Wichtige Ausnahme: Der Parasympaticus fördert die Verdauung durch gesteigerte Peristaltik und Drüsenaktivität sowie die Kontraktion der Harnblase!)
Hier lernt der Klient die Zusammenhänge und Auswirkungen dieser beiden Systeme am eigenen Körper kennen und verstehen. Wie arbeiten diese beiden Systeme in meinem Körper? Welcher Teil ist überreizt? Wie kann ich auf beide Systeme Einfluß nehmen? Wie fördere ich ein besseres Zusammenspiel dieser beiden Systeme?


2.) Line of Force (LoF):

Unter LoF versteht man die Übertragungsrichtung und die Qualität eines Druckes (z.B. eigenes Körpergewicht) im Stützapparat (Knochen, Gelenke, Bänder, Bandscheiben, Knorpel).
Die letzten Jahre zeigen, dass vor allem in den Knie- und Hüftgelenken (untere Extremitäten) und Schulter- und Schlüsselbeingelenken (mit Brustbein und Schulterdach) die LoF oft mangelhaft ausgeprägt ist. Dadurch geht viel potentielle und kinetische Energie in den Gelenken selber und in das umliegende Gewebe verloren. Abnützungserscheinungen und chronische Schmerzen sind die Folge.
Die Bewegung wird mühsam und schwerfällig und die Wirbelsäule kann ihrer natürlichen Rotation nicht genügend nachkommen, wird starr gehalten oder beginnt dem Druck auszuweichen. In der Bodymatrix wird in diesen Fällen an der Wiederoptimierung der LoF im ganzen Körper gearbeitet. Der Druck soll wieder über die Knochen und Gelenke im ganzen Körper, je nach "Gebrauch", aufgeteilt werden. Eine vernetzte, geschmeidige und schmerzfreie Bewegung ist das Ziel.


3.) Muscle-Memory-Work (MMW):

In diesem speziellen Teilbereich der Bodymatrix Arbeit geht es um die in der Muskulatur und Bändern „stecken gebliebenen“ Impulse. Wenn das Nerven- und Hormonsystem auf Grund von Reizen z.B. in Gefahrensituationen oder aus inneren Bedürfnissen heraus (zornig sein, trauern, Liebe zeigen, nein sagen,…) Impulse an die Muskeln schickt, sie dort aber nicht adäquat in Bewegung verwandelt werden (auf Grund von Konventionen, Verboten, Regeln,…) bleiben die ausgeschütteten Hormone im Blut und fordern weiterhin eine Tat, solange bis sie vom Körper aufgenommen werden. Passiert dieser Vorgang regelmäßig, lernen die Körperzellen dieses Zurückhalten von spontanen Bewegungen und beginnen die ankommenden Impulse u.a. in den Muskeln und Bändern zu speichern (Verspannungen). In der MMW geht es dann darum diese „steckengebliebenen“ Impulse zu lösen und sie in Bewegungsenergie (meistens verbunden mit Emotionen) zu verwandeln. Grundsätzlich kann jedes Gewebe Impulse aufnehmen (auch Organe, Bindegewebe,…) doch sehr beliebte Speicherplätze in der Skellettmuskulatur sind z.B.:
Die Muskulatur um H7 (7. Halswirbel) und BW1 (1. Brustwirbel), um die gesamte LWS (Lendenwirbelsäule), etc.
Vor allem bei Klienten mit Migräne, Schwindel, traumatischen Erlebnissen und Angstzuständen bietet dieser Ort einen passenden Zugangspunkt, von dem aus ein unterstützender Prozess initiiert werden kann.




Adressen

Industriestr. 26a
A - 9400 Wolfsberg

Rosenbergstraße 6
A - 9020 Klagenfurt

Kontakt

Tel.: 0043 (0) 664 1236464
E-Mail: infodancepoint.at

So finden Sie uns

Am Besten verwenden Sie die Anfahrtsskizze, welche Sie hier auf dieser Seite finden können.