Literaturwerk

Liebe Schwermut,

ich spüre das ganze, volle Gewicht deiner dicken und zähflüssigen Substanz auf der singenden, fliegenden Seite meiner Seele ruh`n, die sich überraschender Weise zufrieden der neuen Macht fügt und ins stille innere ihrer selbst entsickert. Unbeirrbar drückst du auf mein Leichtes, das in letzter Zeit nur mehr mit viel Mühe sich in der lichten Höh´ halten konnte. Von unbeschwerten Fliegen war schon länger mir nicht der Sinn. Wer bestimmt den Zeitpunkt deines Erscheinens? Welche Intention leuchtet hinter deinem Handeln, das so unsagbar schwere und tiefe Zeit mir bringt? Ich hab wahrlich geglaubt, dir entkommen zu sein, mich abgelöst und dich endlich vergessen zu haben. Wer bist du, die sich so machtvoll über mein ich stülpen kann, während ich nur als stummer Zeuge geladen werde, meinem inneren Prozess lauschend? Die Lichter, die ich im außen geglaubt hatte zu sehen, hast du sanft gelöscht und eine mir wohl bekannte Dunkelheit hüllt mich beschützend ein, der ich im täglichen handeln immer wieder aus dem Wege gehe, aus Angst ganz verschluckt zu werden. Doch auch diesmal ist der Sieg deiner. Ich bin wieder im dunklen meiner selbst gelandet, in meiner Tiefe, aus der mein Wesen mit mir sprechen kann...aus der Erkenntnis fließt, die meine Sinne freudig aufnehmen, das bemerke ich. Wertvolles Tränenwasser perlt aus meinen geschlossenen Augen, die jetzt nach innen sehen, in meine gewachsene und reife Innenwelt, die beginnt, sich ob meines Besuches zu freuen und mir berührende Bilder meiner weinenden Seele schickt. Scharfe Scherbenstücke aus Zerbrochenem, durch mein oft rohes und dumpfes Handeln, wandern lustvoll durch meine Körperwelten und schmerzen, schmerzen und strahlen, schmerzen und zeigen, schmerzen und erzählen...
Ich werde durch dich gezwungen zuzuhören ,den blitzenden Erzählungen dieses wütenden Scherbenmeeres. Die Zeit verklumpt zu einem dickflüssigen, stacheligem Gewächs aus mich fordernden und aufweckenden Bildern und Gedankenströmen, denen ich nur mit äußerstem Mut den Eintritt in mein Bewusstsein gestatte, weil ich ob des Geheimnisses dieser düsteren Epoche weiß...nein, ich weiß nichts, jedoch mein inneres weiß, denn es hat diese folgenschwere Einladung ausgesprochen.
Danke, dass es dich gibt, du gestaltest mein Leben leichter und lichter!
Dein Herr

Lieber Zorn!

Ich schreibe dir diese Zeilen, weil ich trotz unzähligen, vernünftigen Bemühungen meiner Gedanken nicht hinter dein Wesen blicken kann. Oft funkelst du aus meinen Augen auf eine sich vor mir immer mehr zurückziehende Welt und entfachst dabei den einen Feuersturm, den alle um mich herum so fürchten. Hurra!?
Ich bemerke ja täglich das kalte, trostlose Zittern meines Körpers, den ich mit viel Müh` und Plag` in die konstruierte Ordnung meines Seins presse, in der Hoffnung endlich diese heilbare Ruhe zu finden, die als Kind mich oft durchströmte. Warum lässt du dich von mir nicht zähmen? Ich bin doch dein Herr und Meister?!
In der immer öfter heraufziehenden Zeit der Müdigkeit und Resignation meiner Sinne, schickst du mir dann diese farbenprächtigen, opulenten Bilderwelten, durchzogen mit meinem eigen Blut, das du als feuerrotes Heer des Schmerzes bezeichnest. Diese Armee wird an den Flanken durch stummes, inneres Schreien begleitet, das den Weg nach draußen noch nicht gefunden hat. Dadurch hallt es immerwährend durch meine Innenwelt, die langsam nicht mehr zuhören kann oder will, wie ich vermute. Bist du ein fremder Dämon, der, sich dürstend nach frischer Beute, mich mit seinen heißen, blitzenden Scherben aus Leid zerreißen möchte? Durch meinen Mund treffen deine verletzenden Wörter und Klänge auf mir lieb gewordene Menschen, die sich mit traurigem Blicke von mir abwenden.
Und kannst du dich an deine Schläge meiner Hand erinnern, die diesem namenlosen Kind aus meinem Fleisch und Blut diese Verletzungen zugefügt haben, an Körper und Seele? Dabei hast du gelacht, gelacht und geschrien, und meine wütende Hand mit Hasstiraden angefeuert. Ich konnte dich nicht daran hindern, dir diese unschuldige, kleine Beute einzuverleiben.
Als danach eine tiefe, kalte Dunkelheit alles Heiße gelöscht hatte, habe ich dich wimmern und weinen gehört, dein Schicksal wehgeklagt, mir dienen zu müssen...



Pures Leben...du bist

Sich winden und drehen
um das Herz ins Jetzt zu bewegen,
dabei staunend den Schmerz begrüßen,
achtsam, ziehend, tränend damit den Augenblick versüßen.

Pures Leben dringt mit dem Atem ein,
der weiß...
um die Melodie im Weltenklang,
dich einlädt` ganz im Tanz zu sein,
mit dir...mit mir...mit allen Elementen,
dabei dein Herz zu halten, mit beiden Händen.

Pures Leben...du bist

Stirb` und Werde im Kinderlachen

Fließend, sanft umspülend, den Zweifel ehrhaft grüßend,
verlässt es zauberhaft sein eisern Burggemäuer,
dich wahrlich behutsam küssend,
zeigt dir den Riss aus altem Glas und dem dunklen Feuer,
während du schliefst...

Du erwachst und erlaubst dir nach Bedarf,
im Sturm und Weltenwirbel mit zu reisen,
wo dein Herz mal erschrickt und doch ruhen darf,
spontan laut lacht oder Töne summt,
die ganz ganz leisen...

Die Haut wird weich, wie Blick und Gang,
edel bricht die Demut ein,
die Meisterin im hohen Rang,
Tränen zeugen vom vergeben sein.
Breit und weit und voll
wird ihr Gesang.

Jubilierend erzählen deine Augen, die wachen,
von Stirb` und Werde im Kinderlachen.





Um deine Hand zu fragen...

Brauch` ich Kraft und unerschütterliche Zuversicht,
gespeist aus Flüssen voller Lebensdaten,
dazu ein Rilkes` Mut-Gedicht,
wo Einsamkeit und Angst gemeinsam warten,
auf das vergessene und doch lächelnde Gesicht.

Eine Prise von dem arroganten Herrn
verfeinert elegant das Mienenspiel,
erhebt das gelassene „I hob di gern“
zur Kunst und rauf zum Ziel...

...um deine Hand zu fragen

Liebe Leser!

Das Buch "Die Suche nach dem Fluss des Lebens" habe ich während den Jahren meiner Ausbildungen geschrieben. In dieser Zeit wurde ich schonungslos mit mir selbst und mit meinen Mustern konfrontiert. Dadurch durfte ich mich selbst neu kennen lernen, krankmachende Muster an die Oberfläche bringen und alte, festgefahrene Eigenschaften loslassen und durch neue, geschmeidige und mich unterstützende Mechanismen ersetzten. Und ich durfte Menschen begegnen, die trotz erlittenem Leid ihr Leben vorbildhaft meisterten. Von ihnen lernte ich einen respektvollen und achtsamen Umgang mit den einfachen und scheinbar "banalen" Dingen des Lebens.
In meinem Buch geht es genau um diese Suche nach dem eigenen Weg, nach den eigenen Fähigkeiten und Talenten, die bei so vielen Menschen versteckt oder schon verkümmert sind.
Weiters stelle ich regelmäßig meine Texte und Gedichte ins Netz, die vielleicht den einen oder anderen erreichen und inspirieren werden.
Im voraus...Danke für euer Interesse an meinen Worten! Jochen

Inhaltsangabe von
"Die Suche nach dem Fluss des Lebens".

Ein kleiner, verträumter Junge namens Frederik besitzt die Gabe die inneren, wahren Stimmen der Menschen zu hören. Da sie jedoch so gar nicht mit den maskenartigen Gesichtern und antrainierten Rollenspielen ihrer Besitzer übereinstimmen, beschließt er sich in seine Traumwelt zurückzuziehen, wo er als "Krieger des Lichts" ausgebildet wird. Damit beginnt das Abenteuer seines Lebens. Traumwelt und Realität beginnen sich immer mehr anzunähern und zu durchdringen. Immer mehr Geheimnisse des Lebens offenbaren sich ihm und er beginnt mit seiner ganz speziellen Art und Weise den Menschen zu helfen. Immer tiefer dringt er in die so gut behüteten Innenleben der Menschen vor...bis er eines Tages auf seinen Entdeckungsreisen den schlafenden Dämon weckt, der aus der Traumwelt endlich in die Realität übertreten möchte...daraufhin kommt es zum alles entscheidenden Kampf...

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